"50 Jahre TC Burgbrohl"

 

 

Der TC Burgbrohl präsentiert sich heute, über 50 Jahre nach dessen Gründung, als intakter, solide geführter Verein mit grossem sportlichem und gesellschaftlichen Potential. Ein wesentlicher Garant dafür war, dass die jeweils amtierenden ehrenamtlichen Entscheidungsträger zur richtigen Zeit die richtigen Weichenstellungen vorgenommen haben. Die breite Masse der Mitglieder hat diese Entscheidungen, an denen sie stets beteiligt wurden, immer mitgetragen und den Vorstand in jeder Hinsicht bei deren Umsetzung mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Richtete sich in den Gründerjahren das Hauptaugenmerk auf den Aufbau einer adäquaten Infrastruktur, so gilt es heute, das Erreichte zu erhalten und zu verbessern. Ein Unterfangen das nicht minder schwierig ist, hat doch der Tennissport in der heutigen Zeit grosse Konkurrenz auf dem Hobbysektor bekommen. Der Computer und andere neue Trendsportarten graben dem Tennis doch zusehends das Wasser ab.

 

Doch nun zurück zur Entwicklung des TC Burgbrohl von den Anfängen bis in die heutige Zeit hinein.Die Erläuterungen und historischen Bilder in diesem Kapitel sind überwiegend der Festschrift "25 Jahre" entnommen. Dieses Dokument wurde 1984 anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Vereins von Alice Schlieber, Gerd Stumpf sowie Hans-Egon Hoffmann herausgegeben. Eine ausführliche Sammlung an Bildern, die die Geschichte des TC ebenfalls eindrucksvoll widerspiegeln, siehe in der Rubrik "Archiv".  

Tennisplatz Rhodius/Neizert, heute steht dort die "Pepsi"
Tennisplatz Rhodius/Neizert, heute steht dort die "Pepsi"

Bereits Anfang der 30er Jahre wurde in Burgbrohl Tennis gespielt! Die Unternehmerfamilien Rhodius und Neizert eiferten dem großen Gottfried von Cramm bzw. der legendären Hilde Krahwinkel nach (siehe Photo). 1957  wurde der Privatplatz der Sportvereinigung angeboten, quasi die Geburts-stunde des heutigen Vereins. Am 31.07.59 wurde unser Verein endgültig ins Leben gerufen, bis 1963 zunächst noch als Abteilung der Sportvereinigung, später als selbständige Einheit. Diese Selbständig-keit war notwendig  geworden, um Rechte und Pflichten aus dem Fachverband "Tennis" zu erhalten. Zu den Vorsitzenden der ersten Stunde gehörten Martha Cäsar, Dr. Karl Theo Hartmann sowie Hans Egon Hoffmann.

1971 zählte der Club bereits über 75 Mitglieder, als der von der Firma Rhodius zur Verfügung gestellte Privatplatz leider den Erweiterungsplänen des Unternehmens im Wege stand und aufgegeben werden musste. Dieses Ende war jedoch der Anfang unseres heutigen Tennisclubs. 

Platz (1) Gleeser Strasse
Platz (1) Gleeser Strasse

Bereits 2 Jahre später konnte der seinerzeit amtierende Vorsitzende Gerd Stumpf die für ca. 70.000 DM mit viel Eigeninitiative errichtete neue Anlage an der Gleeser Straße feierlich seiner Bestimmung übergeben. Jetzt war man damit auch in die Lage versetzt, an den Meisterschaftsspielen des Tennisverbandes Rheinlands teilzunehmen, wobei auffiel, dass noch etwas Wichtiges fehlte, nämlich Duschmöglichkeiten sowie sanitäre Anlagen. Das idyllische Gartenhäuschen, indem so manche Schlacht geschlagen wurde, hatte sie nicht zu bieten. In den Jahren 1977 bis 1979 errichtete man daher zusammen mit den Alte-Herren der SpVgg Burgbrohl ein Sporthaus, das später mit den befreundeten Clubs aus Bad Breisig und Mendig eingeweiht werden konnte.

Die Anlage schien nun endlich komplett. Aber nur für den Moment, denn bereits Anfang der 80er Jahr  platzte die Anlage bei nunmehr über 150 Mitgliedern aus allen Nähten, so dass eine Erweiterung zwingend notwendig wurde. 

Einweihungsfeier der weiteren Plätze
Einweihungsfeier der weiteren Plätze

Dieser Herausforderung nahm sich der Vorstand um Wolfgang Heuft 1982 an. Bereits ein Jahr später, also ein Jahr vor dem 25-jährigem Vereinsjubiläum, konnten den Mitgliedern 2 neue Plätze sowie eine Ballwand präsentiert werden. Die Ausführung erfolgte durch eine Baufirma unter großer Mithilfe der Clubmitglieder, wodurch sich die Kosten mit ca. 90.000 DM in einem moderaten Rahmen bewegten. Im Jahre 1986 erfolgte der Umbau des Clubhauses, ebenfalls in Eigenleistung. Auch heute noch, d.h. über 50 Jahre nach Vereinsgründung, ist man bemüht, weiter in die Zukunft des Vereins zu investieren. So wurde in den letzten Jahren z.B. das Clubhaus mehrfach umgebaut, auch die Aussenanlagen erhielten nach und nach einen neuen Schliff. Im Jahr 2001 folgte dann die aufwendige Sanierung des Turnierplatzes Nr. 2, um auch für die kommenden Jahre einen reibungslosen Spielbetrieb garantieren zu können.

 

 

 

Am Ende dieser Chronik soll den verantwortlichen Gründungsmitgliedern noch einmal unser Dank gelten. Zu einer Zeit, als der Tennissport überwiegend gut betuchten, elitären Kreisen vorbehalten war, haben sie es durch weitsichtiges Handeln vermocht, diese schöne und spannende Sportart auch dem "Normalbürger" erschwinglich und damit zugänglich zu machen. Besonders erwähnt werden sollen an dieser Stelle die Unternehmerfamilie Rhodius sowie die Vorsitzenden der ersten Jahre Martha Cäsar, Dr. Karl Theo Hartmann, Hans Egon Hoffmann und Gerd Stumpf.